Gcc Marisfeld/Triptis Rennbericht
Geschrieben von: Administrator
Montag, den 23. Juni 2014 um 20:12 Uhr
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Triptis:

Bei Ankunft fanden wir eine tolle, anspruchsvolle Rennstrecke vor! Sandig, professionell geschobene Srungkombinationen, Single trial Passagen und nette, entspannte Orga.-Leute! Der Himmel verdunkelte sich jedoch zusehends und es begann ca. 2h vor unserem Start heftig zu regnen. Cool war, dass es rechtzeitig aufhörte und wir zumindest von oben kein weiteres Wasser zu erarten hatten. Die Strecke war tief und mein Start war entgegen Walldorf wieder gut. In die erste Kurve bog ich als 3. oder 4. ein. Leider stürzte ich gleich in der ersten Runde und verlor gefühlt 100 Plätze! Ich habe dann eine ganze Zeit gebraucht um im mittlerweile tiefen Sand, der ganz schön ungewohnt war, meinen Rhythmus zu fnden. Danach ging es aber gut nach vorne und ich konnte in die Top-Ten vorfahren. In der Zwischenzeit hatte irgendwas die Flanke meines Hinterradreifen aufgerissen was trotz Tubelesssystem zu einem platten Hinterrad geführt hatte. Nach 1,5 h habe ich getankt und die total verschmutzte Brille gewechselt. In der anschließenden Runde bin ich nochmal gestürzt. Am Ende kam ich auf Platz 9 ins Ziel! Durch den tiefen Boden war ich ganz schön K.O. – aber endlich in den Top ten!
Im Vergleich zu verkorksten Auftaktrennen in Walldorf also deutlicher Fortschritt.

 

Marisfeld:

Nach Marisfeld fuhren ich mit etwas gemischten Gefühlen. Angekommen wurden alle Befürchtungen war: Staub und Steine ohne Ende! Der Veranstalter hatte im Vorfeld zu wenig gewässert und bei sonnigem, windigen Wetter waren die paar Kubikmeter Wasser sprichwörtlich nur „der Tropfen auf dem heißen Stein“. Leider sprang beim Start mein „Werksrenner“ erst auf dem zweiten Tritt an und ich kam etwa im Mittelfeld von der Startlinie weg. In den ersten Runden war vor lauter Staub die Sicht extrem eingeschränkt und das Fahren schon schwer, überholen ging nur mit Risiko. Etliche Fahrer stürzten durch die schlechte Sicht, den harten Spurrillen und vor allen Dingen dem ganzen Geröll was sich überall neben der Ideallinie angehäuft hatte. Irgendwie fehlte mir plötzlich auch mein Motorrad unterm „Popmeter“ und ich ging hart zu Boden. Meine Vater trichtert mir schon seit Jahren ein „nie den Lenker los zu lassen bei einem Sturz“ was ich beherzigte und so saß ich schnell wieder im Sattel. Am Staub änderte sich nichts aber in den folgenden Runden zog sich das Feld auseinander und ich konnte nun schneller fahren und besser überholen. Die langen Auffahrten waren nicht gerade vorteilhaft für die 125er und das ein oder andere Mal haben mich Leute wieder eingeholt die ich vorher erst überholt hatte! Trotzdem lief es gut und mein Dad zeigte mir Platz 9, dann 7 und auf einmal P5! Ich dachte yep –weiter gehts! Bis zur letzten Runde hatte mich außer Tim Apolle(Enduro EM und DM!) niemand überholt und selbst der hatte fast eine halbe Runde dazu gebraucht! Nun hatte ich irgendwo 5 oder 6 Kurven vorm Ziel einen Viertakter ständig hinter mir und ich konnte in der letzten Auffahrt zum Ziel nicht mehr gegenhalten, dachte aber auch soll er doch fahren – ist ja eh vorbei! Blöd – es war mit William Karsch aus Schweden der bis dato Viertplatzierte! Ich hatte keine 500 m vorm Ziel den Podestplatz verloren. Unterm Strich war ich trotzdem total happy! Auch hier habe ich in Bezug auf Renntaktik und Überholtechnik wieder gelernt, der Speed war o.k. und Fahrer und Motorrad waren trotz der zum Teil grenzwertigen Verhältnisse heil! Mehr kann ich nicht erwarten! Ende July kommt Goldbach (praktisch mein Heimrennen), ich freu mich total drauf weil mir die Strecke liegt und wenn das Wetter passt gibt es nur wenige Strecken die so schön zu fahren sind! Dann wird wieder angegriffen!

Gruß, „Teamrider“ Nico

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. Juni 2014 um 20:21 Uhr
 

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